Es ist tatsächlich der letzte Tag in der Reha. Ich bin rechtzeitig aufgestanden und mein Zimmer ausgeräumt. Ich habe den Schlüssel abgegeben und mir wurden am Tag davor meine übrigen Tabletten ausgehändigt. Es gab nur noch eine kleine Rechnung für die Materialien von den Ergotherapien zu begleichen und die Kaution für den Zimmerschlüssel zurückzubekommen. Das alles hat kaum Zeit in Anspruch genommen, also habe ich mir besonders viel Zeit beim Frühstück gegönnt. Es wird mir sicherlich fehlen, 3 Mal am Tag so gut bekocht zu werden.

Da ich erst später mit dem Auto abgeholt wurde, habe ich mir auch die Zeit genommen, mich bei meinen Lieblingsärzten zu bedanken und mit ihnen noch ein wenig zu tratschen. Zum einen bin ich traurig, dass es vorbei ist, zum anderen bin ich neugierig, wie ich mich zu Hause wieder einleben werde. Ein bisschen Vorfreude schwang auch mit, denn ich habe das Gefühl, dass ich bereit für ein neues Leben bin. Ich bin unglaublich dankbar für die Zeit, die ich hier verbringen durfte, denn ich merke ganz klar und deutlich, ich bin psychisch ganz anders aufgestellt als am Anfang. 

Später holte mich meine Freundin ab und wir fuhren zurück nach Wien. Ich erzählte ihr detailgetreu, wie wunderbar eine Reha ist und versuchte sie dazu zu animieren auch eine in Anspruch zu nehmen. So ein Angebot zur Selbstfürsorge habe ich in meinem Leben bisher noch nie kennengelernt. 

Die Ankunft Zuhause begann mit dem auspacken und einrichten. Ich bin mir sicher, es wird noch ein paar Tage dauern alle Koffer ausgepackt zu haben und für mich einen neuen eigenen Rhythmus gefunden zu haben. Doch alles in allem ich bin positiv gestimmt und glücklich dass ich mich psychisch gestärkt fühle.

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